New Pictures

23 03 2010

After a long break, now the pictures from Mali, Burkina Faso and Benin. Also Pictures from the broken Antichrist.

Mali

Burkina Faso

Benin

Antichrist





Pictures from Senegal and “the Gambia”

19 01 2010

Album Senegal

Album Gambia





New pictures

31 12 2009

after a long time the last pictures from Morocco and new pictures from Mauritania.

Morocco 2

Mauritania





Merry Christmas and a Happy New Year from The Gambia

22 12 2009





First pictures of Morocco

9 11 2009

Now we are in Essaouira, the wInd city. It’s a paradise for surfer and kiter.

Now i load up my first pictures of Morocco.

Morocco Album1





Balkan 2009

5 11 2009

So bevor es mit Afrika richtig los geht, erst mal der Reisebericht von unserer Balkan Tour 22. Mai bis 06. Juni 2009 geschrieben von Katja.

Die Fotos findet ihr untern folgenden Link: http://fluxcoil.net/files/marcel/fotoalbum/BiH2009/Bosnia_2009_WEB/subalbum_1.html

Viele Grüße aus Marakkesh Marcel

22.05.2009 Die Nacht war kurz. Aber wir mussten relativ früh raus, da wir noch einen langen Weg vor uns hatten. Zunächst mussten wir aber nach Luisenthal fahren, um ein paar letzte Sachen von Marcel einzupacken. Nach einem leckeren Mittagessen verabschiedeten wir uns und fuhren in Richtung Schweiz. Gleich am Bodensee in Stein am Rhein befindet sich der Reiseausstatter, von dem Marcel das Dachzelt gemietet hatte. Wir waren praktisch bei Ladenschluss da, was aber kein Problem darstellt. Mit einer beeindruckenden Ruhe und Geduld montierte der Besitzer zusammen mit Marcel das Zelt und half auch bei anderen mit. Ich guckte in aller Ruhe zu. Ich glaube, drei Stunden waren wir da und als alles fertig gebaut war, konnte weiter gen Zürich gehen. Dort übernachteten wir noch mal in Marcels Wohnung, um dann am nächsten Tag früh loszufahren.

23.05.2009 Es ging ungefähr 7:15 los – später als geplant. Aber Hauptsache los! Wir fuhren von Zürich aus über München, Salzburg, Tauern- und Karawankentunnel, Ljubljana und Zagreb nach Bosnien. Die erste Nacht würden wir noch in Zivilisation verbringen. Marcel hatte einen Couchsurfer – Jonas – organisiert und zwar in einer kleinen Stadt im Norden des Landen, Derventa. Wir kam abends halb zehn an und saßen noch eine Weile da und unterhielten uns. Jonas war sehr nett. Er verbrachte praktisch seine Zivi-Zeit in Bosnien und half in einem Heim für Kinder und Behinderte. Er konnte die serbokroatische Sprache schon ganz gut. Es war interessant mit ihm zu reden. Naja, wie immer ging ich zuerst ins Bett. Die Jungs redeten noch weiter.

24.05.2009 Wir entschieden noch nicht sofort weiter zu fahren, sondern mit Jonas in die Stadt zu gehen. Zuerst gingen wir zu einem Bäcker, kauften alle was und setzten und dann mit dem Zeug in ein Café und bestellten noch was zu trinken. Das ist wohl üblich so sein Essen mitzubringen. Ok. Wir liefen dann noch etwas rum. Jonas zeigte uns die Stadt – ok, sie war klein und so spannend viel zu sehen gab es dann doch nicht. Aber er zeigte uns auch Male des Krieges. Direkt in der Stadt wurde gekämpft und man sah noch deutlich die Spuren: Einschusslöcher in den Häusern und Granateneinschlagslöcher in den Straßen waren das häufigste. Wir entschieden später noch grillen zu gehen und liefen erstmal zum Haus zurück, um das nötige Zeug ins Auto zu packen und um das Auto an sich zu holen. Dann fuhren wir zum Fluss, setzten uns dort nieder und schmissen den Grill an. Es war schön dort; echt idyllisch. Wir waren nicht allein. Andere Familien kamen zum grillen und einige Kinder badeten im Fluss. Nach dem Grillen schafften wir Jonas zurück nach Hause und fuhren selber weiter hinein in unseren Urlaub. Da es schon irgendwann am Nachmittag war, kamen wir nicht mehr so weit fuhren von Derventa aus nur noch bis kurz hinter Banja Luka und fanden dort dann ein geeignete Stelle zum Campen. Die Zahl der Nachtplätze ist in Bosnien aufgrund des möglichen Vorliegens von Minen begrenzt. Aber direkt an einem kleinen Feldweg, direkt auf einem Hügel und in der Nähe eines Friedhofes ließen wir uns nieder. Noch am Abend aber auch am nächsten Morgen kamen Leute vorbei, aber die fühlten sich nicht gestört durch uns und wir uns auch nicht durch sie.

25.05.2009 Marcel war meistens der Fahrer und ich plante dafür die Reise. Heute stand das Tal des Flusses Una auf dem Programm. Mit Hilfe des Lonely Planet hatte ich herausgefunden, dass es schön dort sein sollte. Und so war es auch. Wir fuhren die Landstraße parallel zur M4 entlang durch Ivanjska hindurch und bogen rechts ab, um eine angeblich landschaftlich schöne, aber kostenpflichtige Straße zu befahren. In der Karte ist nur der Berg Mrakovica angeben. Dieselbe Straße fuhren wir aus praktischen Gründen zurück, obwohl ich sonst nicht so gerne dieselbe Straße noch einmal fahre. Weiter ging es durch Prijedor und vorbei an Bosanska Novi und von dort aus immer an der Una entlang. Das Tal ist wirklich schön. Einmal fuhren wir eine kleine Straße hinunter und entdeckten eine potentielle Badestelle und ein Restaurant am anderen Flussufer, was uns nicht viel nützte. Wir fuhren weiter; hielten aber nach einiger Zeit am Straßenrand und gingen in ein Fischrestaurant. Der Fisch war phantastisch, aber für uns wurden Touristenpreise berechnet. Wir fuhren gar nicht viel weiter. Schon bald hielten wir wieder und kletterten mit Badesachen bewaffnet einen kleinen Hang hinunter. Marcel sprang in den Fluss. Mir war es einfach mal zu kalt. Ich wusch lediglich meine Haare mit dem eiskalten Wasser. Wir fuhren weiter und bogen in Bosanska Krupa auf die M5 ab. Wir wollten nicht bis Bihać weiter fahren. Irgendwo – ich weiß nicht mehr wo – fingen wir wieder an einen Nachtplatz zu suchen und fanden schließlich auch einen neben einer Art Sammelstelle für Holz. Am nächsten Morgen arbeiteten da auch Leute. Aber wir standen weit genug abseits, um nicht zu stören. Ja, am Abend machten Marcel und ich sogar Yoga im Dachzelt. Es leider das einzige Mal.

26.05.2009 Heute sollte der letzte drückend heiße Tag werden. geplant war bis nach Jaice zu fahren, um dort die Altstadt und den Wasserfall zu bestaunen. Und das taten wir auch. Wir bemerkten, dass es gleich in der Nähe einen Campingplatz gibt und checkten den vorher noch. Und der Campingplatz war auch gleich um die Ecke von einer weiteren Attraktion. Es handelte sich dabei um ein Ansammlung von Wassermühlen am Plivska-See. Die ganze Gegend war wie eine Art Park zum Entspannen und Erholen, aber auch für Familien gestaltet. Wir liefen rum, bestaunten, den See, die Mühlen und die ganzen Anlage und fuhren dann aber weiter nach Jaice. Wir parkten direkt vor einem der Tore, die in die Stadt führen und gingen hinein. Aber erstmal suchten wir uns was zu essen. wir machten halt in einer Pizzeria und ich bekam die beste Pizza, die ich seit langem gegessen hatte. Das genial an allen Pizzen, die wir in Bosnien aßen, war der Käse. Einfach göttlich! Gestärkt ging es dann weiter zum individuellen Stadtrundgang. Wir liefen erst halbwegs planlos rum und entdeckten dann aber Hinweisschilder, die uns zu den Katakomben und zur Burgruine und anderen Sehenswürdigkeiten führen wollten. Zuerst besuchten wir die Katakomben. Da drin war es im Gegensatz zu draußen angenehm kühl. Lange waren wir nicht drin, denn die Katakomben waren doch eher klein. Wir kraxelten den Weg zur Ruine hoch und tranken so viel Wasser! Es war aber auch dermaßen warm! Naja, Marcel hatte bei der Hitze keine Lust noch länger rumzulaufen und so entschieden wir aus der Stadt rauszugehen, um den Wasserfall zu suchen. Den fanden wir auch wenig entfernt von der Altstadt. Jaice ist übrigens vorgemerkt zum Weltkulturerbe. An dem Fluss, der dann schließlich zum Wasserfall wird, wurde aber zumindest ganz komisch gebaut. Wir verließen Jaice und fuhren nach einer kurzen Shopping-Tour zurück zum Campingplatz und quartierten uns dort ein. Wir grillten und ich hatte irgendwie Lust Feuer zu machen. Und so latschte ich den ganzen Abend noch auf dem Campingplatz rum, um irgendwelches Holz und holzartiges Material zusammenzusuchen, damit mein kleines Lagerfeuer bloß nicht erlischt. Der Himmel sah schon ganz schön zugezogen aus, aber bei uns regnete es nicht.

27.05.2009 Erst am nächsten Morgen als wir aber schon fast alles zusammengepackt hatten, begann es zu regnen. Vorgesehen war die Besichtigung zweier Burgruinen. Die direkte Straße von Jaice nach Travnik verpasste ich und so fuhren wir einen Umweg über D. Vakuf und schauten uns eben zuerst eine sehr hübsche Ruine in einem kleinen Dorf an. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es könnte Guča Gora gewesen sein. Man konnte überall rumklettern, wie man wollte. Es gab keine Absperrungen oder Warnschilder. Danach fuhren wir nach Travnik, was ja schon fast um die Ecke liegt und schauten uns diese Burg noch an. Aber von Burgen hatten wir danach auch erstmal genug. Der nächste planmäßige Halt sollte Mostar sein. Aber bis dahin war es noch recht weit und es war klar, dass wir am selben Tag nicht mehr ankommen würden. Trotzdem fuhren wir weiter gen Süden und kamen dann völlig unerwartet in die Traumlandschaft schlechthin hinein. Diese liegt direkt am Jablaničko-See. Der See ist nicht einfach nur ein See. Zum einen hat er eine ungewöhnliche Form, da er sich auf mehrere Täler erstreckt und somit eine entfernt fingerförmige Gestalt annimmt. Und der Jablaničko-See ist von einem so beeindruckenden türkis. Es ist fast ein bisschen zu schön, um wahr zu sein. Aber genau so war es. Wir hielten kurz an, um Fotos zu machen. Bis dahin war uns noch nicht klar, dass wir wenig später einen Nachtplatz in der Nähe des Sees, aber nicht direkt am See finden würden. Ich glaube, der Ort Djevor bzw. das einsam wirkende Stück Land dahinter stellten unseren Platz für die Nacht da. Auf einer Fläche, die wie ein recht großer Felsvorsprung wirkte, stellten wir das Auto ab und bauten das Zelt auf. Sehr geschützt war der Platz nicht. Man hätte uns leicht entdecken können, aber wir hatten ja schon festgestellt, dass es nicht wirklich jemanden stört, wenn wir irgendwo unseren Nachtplatz aufschlagen. An diesem Abend grillten wir mal nicht, was auch gut so war, denn ob wir nach der nun kommenden Nacht den Grill wiedergefunden hätten, ist fraglich. In dieser Nacht wehte ein Gewitter über uns – es war unheimlich. Das ganze Spektakel lief über mehrere Stunden. Windig war es schon den ganzen Abend gewesen, aber in der Nacht hatten wir Sturm und es regnete, als gäbe es kein Morgen! Und dazu ertönte von überall her ein ordentliches Gewitter. Das war schon ganz schön, ich sag mal, nervenaufreibend. Hält das Zelt stand oder nicht? Naja, nach einer kurzen Windstille von ungefähr zehn Minuten war die angebrachte Frage: Halten wir stand? Es war wirklich Windstille, aber dann kam mit einer ungeheuren Windbö das besagte Gewitter direkt in unser Tal hereingerollt. Man könnte es hören, wie es ankam! Und ungefähr 25 Minuten lang, war die Hölle los. Es war wieder stürmisch und es regnete ohne Unterlass, aber dazu kam jetzt noch ein ständiges Blitzen und Donnern und alles war zeitgleich da. Da wurde einem schon etwas ängstlich zumute – ich meine, wir waren nicht irgendwo in einem Haus; wir waren in einem Dachzelt auf dem Auto und somit mehr oder weniger schutzlos allem ausgeliefert. Also, ich glaube, dieses Gewitter werde ich nicht so schnell vergessen! Wie ich es von meiner Mami kannte, hatten wir uns schon vor dem „Urknall“ die Sachen angezogen und waren fluchtbereit und ich hatte sogar an Mutti eine sms mit unseren GPS-Koordinaten gesendet. Aber alles ging gut, sowohl wir als auch das Zelt überlebten unbeschadet.

28.05.2009 Es ging weiter nach Mostar und da kamen wir auch irgendwann vormittags an und parkten das Auto auf einem bewachten und somit kostenpflichtigen Parkplatz. Wir liefen in die Stadt und bemerkten zuerst, dass wir nicht mehr weit uns breit die einzigen Touristen waren. Wir schauten uns die Moschee an, zumindest von außen und liefen dann weiter zur Brücke. Es war so aufregend darüber zu gehen; über diese berühmte Brücke. Auch das Flussufer war wunderschön. Es lud regelrecht ein zum Hinsetzen und einfach nur dasitzen und Ausruhen. Wir gingen aber erstmal weiter und kamen auch an der kleineren, aber tatsächlich älteren Brücke vorbei, die wohl früher mal Teil einer wichtigen Handelsstraße war. Aber das eigentliche Ziel bestand darin trockenen Fußes auf die andere Seite des Flussufers zu gelangen, wo es sich noch besser Verweilen ließ – fand ich. beim Verlassen dieser Idylle sprach uns ein Führer an, ob wir nicht jemanden brauchen, der uns die Stadt zeigt, aber wir hatten ehrliches Desinteresse und im Unterschied zu Tunesien war der Kerl auch nicht aufdringlich und ging einfach. Praktisch war das kurze Gespräch aber schon, da ich so von der Existenz weiterer Sehenswürdigkeiten erfuhr, die man prinzipiell mal besuchen könnte. An diesem Tag fuhren wir nur noch bis Blagaj und entdeckten einen Campingplatz, den wir uns für später vormerken wollten. Wir wollten aber vor dem Einchecken noch die Quelle des Flusses Buna anschauen. Das ist wohl irgendwie mit 43000 Liter pro Sekunde der wasserreichste Wasserfall oder irgendwann Europas – Genaueres steht auf einem der Fotos. Naja, für jede Kleinigkeit wollte man Eintritt; sehr unangenehm. Wir schauten uns noch zwei Kirchen im Ort an, die uns schon auf der Hinfahrt aufgefallen waren und dann ging es weiter zum sogenannten Podvelež. Das ist ein Gebiet, in dem auf verschiedene Hügel verstreut kleine Dörfer liegen. Die Dörfer sind nicht weiter spannend, aber es soll halt ein schöner Anblick sein. Wir fuhren nicht sehr weit hinein, sondern kehrten bald zum Campingplatz zurück und grillten mal wieder.

29.05.2009 Südlich bzw. südwestlich von Mostar liegt der Ort Međugorje. Der wurde zum christlichen Pilgerort, als dort vor fast 30 Jahren eine Gruppe Jugendliche eine Erscheinung der Jungfrau Maria (oder so) hatten. Unser Couchsurfer Jonas erzählte uns davon. Ohne diesen Hinweis wären wir wahrscheinlich gar nicht da hingefahren. Aber so begaben wir uns eben auch Pilgerfahrt.  Es gab ein paar Sachen zu sehen, aber wir begnügten uns im Großen und Ganzen mit dem Erklimmen eines Hügels, auf dem dann zur Belohnung ein großes weißes Kreuz aufgestellt war. Also die riesige Strecke war das Ganze ja nicht, aber der Weg war im wahrsten Sinne des Wortes steinig. Man lief den ganzen Weg lang auf mehr oder weniger großen Felsbrocken rum. Es war also weniger ein Wanderweg als eine Tortur für die Beine. Alle hundert oder zweihundert Meter stand ein Bild rum. Auf allem Bildern war wohl der Leidensweg Christi dargestellt. Naja, das interessierte mich weniger – ich hatte mit dem eigenen Leidensweg zu tun. Es war trotzdem ein schöner Ausflug. Ich hatte die Bewegung ohne Auto – sprich Laufen – echt vermisst. Nach Međugorje fuhren wir noch weiter, um uns einen Wasserfall anzusehen. Den wollte ich unbedingt sehen. Zum einen weil der Lonely Planet den empfohlen hatte und außerdem, weil ich ein Bild davon im Museum in Mostar gesehen hatte. Und auch dieser Ausflug lohnte sich. Es waren die Wasserfälle von Kravice zwischen Ljubuški und Studenci. Es war halt nicht nur ein Wasserfall, sondern einige, die in einem leichten Bogen angeordnet waren und mit Getöse in den See stürzten, an dessen Ufer man stand. Es sah aus wie im Paradies. Wirklich beeindruckend. Wir fuhren dann weiter in Richtung Nordosten, vorbei an Stolac und schließlich eine Schotterstraße entlang. Die Straße liegt zwischen Berkovići und Nevesinje und hat trotz des ganzen Schotters einen sehr gepflegten Eindruck gemacht. Das sage ich jetzt im Nachhinein. Ich bin diese Straße gefahren und saß schwitzend und teilweise fluchend hinter dem Lenkrad. Dass mich schließlich noch ein LKW überholte, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber…. Unser Nachtplatz lag irgendwo nicht weit ab von der Straße auf einer Schafweide. Marcel suchte Steine zum Unterlegen unter die Räder, damit das Auto gerade steht und entdeckte dabei einen kleinen, schwarzen Skorpion. Keine Ahnung, ob der giftig war, aber irgendwie niedlich war er schon! An diesem Abend wurde auch nicht gegrillt, aber wir kochten und Makkaroni mit Shrimpssoße und ich bastelte noch ein paar Shrimps-Spieße, die wir dann später über der Glut des Feuers grillten. Wir hatten wieder ein richtig hübsches Feuer gebastelt. Schön.

30.05.2009 An diesem Tag sind wir fast nur gefahren. Unser Endziel – so entschied sich auf der Fahrt – war Sarajevo. Auf dem Weg dahin wollte ich unbedingt noch durch den Sutjeska-Nationalpark fahren. Das taten wir auch. Wir fuhren an den höchsten Bergen Bosniens vorbei und fanden aber leider den Weg zu einem 70 Meter hohen Wasserfall nicht. Schade. Aber gelohnt hat es sich trotzdem. Ich glaube, das war eine der kurvenreichsten Strecken auf unserer Tour. Ok, weiter nach Norden nach Sarajevo. Wir quartierten uns in einem Hostel ein. Dort gab es kostenloses Internet, was wir nutzten. Aber unser eigentlich Ziel war das Nachtleben. Wir waren in, ich glaube, drei Bars, aber so lange hielten wir es dann doch nicht aus. Die Müdigkeit war immer und überall. Aber abschließend kann ich trotzdem noch sagen: das Nachtleben lohnt sich weiter erforscht zu werden…

31.05.2009 Ich konnte nicht so lange schlafen, stand aufm duscht, nervte Marcel und ging dann in den Gemeinschaftsraum und fand da noch die Nachtschicht vor. Ich unterhielt mich ein bisschen mit dem jungen Herrn und erfuhr, dass man unbedingt bei der Tunnel-Tour mitmachen sollte. Also liefen Marcel und ich erstmal zur Touri-Info und buchten unsere Plätze für die Tour um 14 Uhr. Bis dahin hatten wir noch Zeit und liefen durch die Stadt und frühstückten erstmal noch. Das interessanteste an Sarajevo ist eigentlich dieses türkische Stadtviertel, dessen Namen ich nicht mehr zusammenkriege. Da hilft nur noch das Internet…. Baščaršija – so heißt es! Ansonsten waren wir im jüdischen Museum, in der großen katholischen Kirche. Wir haben die Nationalbobliothek bzw. das zerstörte Gebäude gesehen, Moscheen, den Brunnen Sebilj, die Lateinbrücke, den Markt… noch was? Achja, die Tunnel-Tour, dazu könnte ich Einiges schreiben. Ich werde mich auf die sachlichen Aspekte beschränken. Zu Kriegszeiten war Sarajevo ringförmig umlagert und die Bewohner fingen irgendwann im ersten Kriegsjahr einen Tunnel von 760 m Länge unter dem Flughafen hindurch zu bauen, der die Bevölkerung von Sarajevo mit allen möglichen Gütern versorgte, zu bauen. Ein Stück des Originaltunnels kann man entlang gehen. Es sind nur 25 Meter, aber interessant. Der Tunnel und das Haus, das den äußeren Startpunkt beinhaltet, sind heute als Museum zu bestaunen. Und die ganze Tour lohnt sich wirklich. Wir hatten einen Führer, der uns die zwei Stunden herumgefahren und alles erklärt hat. Er zeigte uns auf dem Weg die Stadt, sprach über den Krieg, den Tunnel und beantwortete alle Fragen, die gestellt wurden. Ich war nach der Tour dermaßen bewegt, dass ich für eine ganze Weile in eine meditative Stimmung versank und am Stück sechs Postkarten schrieb – später in einem genialen Café in Baščaršija. Ich weiß nicht mehr, wie wir den Abend verbracht haben und was wir nach der Tunnel-Tour gemacht haben. Also auf zum nächsten Tag. (Nachtrag: Am Abend im türkischen Cafe gesessen)

01.06.2009 Das sollte der letzte Tag in Bosnien werden. wir fuhren Richtung Osten immer weiter nach Višegrad. Dahin wollte ich unbedingt, weil da die berühmte Brücke über die Drina steht; aus dem gleichnamigen Buch eines bosnischen Schriftstellers, dessen Namen ich vergessen habe. (Nachtrag: Die Brücke über die Drina von Ivo Andric) Ich entschied mich für eine der beiden großen Landstraßen auf der Karten, erwischte die, die nicht ausgeschildert war und wir landeten prompt auf einer Umleitungsstraße und waren mitten in der nächsten Tunnel-Tour. Es war eine nicht in der Karte verzeichnete Straße, folglich ohne Asphalt und alle paar hundert Meter kam ein Tunnel. Ich weiß nicht, wie viele davon wir befahren haben, aber alle waren einspurig und ohne Licht und einfach nur aus dem Felsen gehauene Löcher. Irgendwie cool. Die ganze Strecke war schön. Wir fuhren mal wieder an einem Fluss lang und hielten kurz an und machten Fotos, wie von den Tunneln auch. Dieser Umweg hat sich echt gelohnt! Irgendwann kamen wir dann in Višegrad an und fanden ohne Probleme die Brücke. Hier in der Stadt gaben wir die letzten bosnischen K-Mark für Lebensmittel aus und tankten später noch so voll es ging. Dann fuhren wir immer weiter in Richtung serbische Grenze, passierten und fuhren weiter. Kaum in Serbien angekommen, fing es an zu regnen. Wir machten Mittagspause, als es losging und erst in Belgrad hörte es wieder auf, aber da kam wir auch erst am nächsten Tag an. Erstmal fuhren wir zu einem offenen Museum. Es war ein Dorf, was im Stil des 19. Jahrhunderts gebaut vorlag. Viele Häuser waren offen und man konnte einen Einblick in das damalige Leben gewinnen. Es regnete trotzdem. Wir fuhren weiter und es war klar, dass wir es nicht mehr bis Belgrad schaffen würden, also suchten wir eine geeigneten Platz zum Übernachten. Den fanden nach einigem Rumgefahre dann auch unter einer Brücke. Da waren wir im Großen und Ganzen geschützt vor dem Regen und konnten in Ruhe grillen. Als der Grill schon lief, kam ein Mann an und sprach irgendwann Serbisches und nahm Marcel mit. Als er wiederkam, fragte ich, was los war und er sagte mir, der Mann hätte ihm zu verstehen gegeben, dass wir neben seinem Grundstück parkten, er aber kein Problem damit hätte; wir könnte ruhig bleiben. Fand ich nett. Noch niedlicher fand ich dann die folgende Geste. Nach vielleicht einer halben Stunde kam der Mann wieder an und trug irgendwas in seinem T-Shirt. Es handelte sich im Erdbeeren. Er kam extra noch mal zu uns zurück und überreichte uns die besten Erdbeeren, die ich je gegessen hatte. Ich fand das so süß! Ich war so glücklich. So was nettes! Ich war begeistert!

02.06.2009 Wir mussten uns erstmal zu einer Hauptstraße zurückfinden. Das geschah irgendwann und weiter ging es nach Belgrad. Da waren wir ja schon mal. Damals hatten wir uns nur Kalemegdan – die Festung – angeschaut. Dieses Mal sollte es der Rest der Stadt sein. Bevor wir richtig ankamen, kehrten wir in einem riesigen Einkaufstempel ein und kauften was zum Essen. dann suchten und fanden wir ein Hostel und blieben dort für die erste Nacht. Wir hatten aber schon noch etwas Zeit, um rumzulaufen und das taten wir und entdeckten eine kleine Chemieausstellung. Ein bisschen Nachtleben entdeckten wir auch noch, aber ich glaube, dieses Mal nur eine Bar. Ich war einfach zu müde.

03.06.2009 Es war Stadtrundgang angesagt. Es war anstrengend den ganzen Tag rumzulaufen, aber wir sahen dafür eine ganze Menge. Ich fasse es nur mal kurze mit Hilfe einer Aufzählung zusammen: orthodoxe Kirche, Republikplatz, andere Kirche, Bahnhof, Automobilmuseum und die große Moschee, auch Tempel genannt aufgrund der Größe. Wir fuhren weiterhin mit dem Bus nach Zemun. Das ist ein anderer Teil der Stadt an der Donau gelegen mit vielen Fischrestaurants und Booten, aber auch einer Festung und im Gegensatz zur Festung Kalemegdan eher österreichisch geprägt. Es ging zurück zum Hostel und weiter ins Bett.

04.06.2009 Heute fuhren wir den ganzen Tag nach Cluj-Napoca in Rumänien, um Tine & Co zur Heimfahrt nach Deutschland abzuholen. Unterwegs fiel noch der Auspuff vom Auto ab. Aber dank Marcels Flickkünste und einem Stück Draht kamen wir bis Cluj und fuhren dort auch erstmal noch in eine Werkstatt, in der der Auspuff wieder angeschweißt wurde. Wir saßen mit den drei Mädels Tine, Sandra und Anne zusammen und quatschten und gingen dann irgendwann ins Bett.

05.06. 2009 Das ist der erste Tag der Heimfahrt über Ungarn – Österreich – Deutschland. Wir schafften es bis St. Pölten in Österreich und ließen und dort in einem Gasthaus nieder und übernachteten dort.

06.06.2009 Weiter ging es nach Nürnberg. Dort wurde ich rausgeschmissen und stieg in den nächsten Zug nach Dresden ein und war dann um 18:00 zuhause.

FIN





Morocco

27 10 2009

Sorry for so long no news. Now we are in Fes.